Beschreibung eines Trojaners und wie Hacker vorgehen
Voraussetzungen um den Text zu verstehen
Folgende Begriffe sollten Ihnen vertraut sein, um den Text zu verstehen
(klicken Sie auf den Begriff um mehr darüber zu erfahren):
Hacker,
Programm, Firewall,
Virenscanner,
Viren,
E-Mail, Sicherheitsupdate,
Link, Software, Passwort, Surfen, Sicherheitsloch,
Browser
Begriffe,
die in diesem Artikel erklärt werden
Trojaner, Social Engeneering, Pizzakurier, Wie Hacker arbeiten
Die
Geschichte zu Troja
Falls Sie in der Schule aufmerksam die Geschichtslektionen mitverfolgt
haben, kennen Sie sicherlich die Geschichte, als die Spartaner den
Trojanern ein Pferd schenkten und dann in der Nacht heimlich Soldaten
aus dem Inneren des Holzpferdes die Festung einnahmen. Falls nicht,
können Sie die Geschichte hier nachlesen.
Schon damals waren die Menschen hinterhältig und sie nutzen
listige Ideen, um fremde Festungen einzunehmen.
Moderne
Spartaner
Vor nicht allzu langer Zeit kamen findige Hacker auf die Idee, das
Prinzip des «Trojanischen Pferdes» im
Computerzeitalter wieder aufleben zu lassen. Statt dass man heute aber
hölzerne Pferde schenkt, verschenkt man tolle Programme, die
noch ein paar «Zusatzfunktionen» für die
Hacker aufweisen.
Einbruch in
eine Bank
Stellen Sie sich vor, eine Diebesbande möchte eine Bank
ausrauben. Diese ist aber mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen
gesichert und es patroulieren regelmässig Wachleute. Es ist
sozusagen unmöglich, in diese Bank hineinzukommen. Es gibt
keinen ungesicherten Weg hinein und wenn man einmal drinnen ist, ist es
viel zu gefährlich, da regelmässig Wachleute
patroulieren. Die Diebesbande muss sich überlegen, auf welche
Art sie in die Bank kommen könnte. Es gibt für sie
nun verschiedene Möglichkeiten. Zum einen könnten sie
die Türe aufsprengen, was aber sofort auffallen
würde, und die Wahrscheinlichkeit gross wäre, dass
sie erwischt würden. Sie könnten auch einen Tunnel
graben, das ist aber viel zu aufwändig und dauert der
Diebesbande zu lange. Also beschliesst die Diebesbande, das
schwächste Glied der Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen. Das
schwächste Glied in jedem Sicherheitskonzept ist immer der
Mensch. (Menschen sind nie fehlerfrei und Menschen erliegen
Versuchungen.) Um herauszufinden, wie man den Einbruch am
erfolgreichsten durchführen könnte, verschafft sich
die Diebesbande zuerst einmal einen Überblick über
die Lage, indem sie die Bank und ihre Angestellten beobachten. Dabei
finden sie heraus, dass ein bestimmter Wachmann immer um 22.00 Uhr eine
Pizza vom immer gleichen Pizzalieferdienst bestellt. (Naja, der gute
Mann hat ja nur Hunger und es ist ja nicht verboten sich eine Pizza zu
bestellen.) Man beobachtet diesen Wachmann auch privat ein bisschen
genauer und findet heraus, dass er auf rothaarige, langbeinige Frauen
steht. Die Bande fängt nun den echten Pizzakurier ab, nimmt
ihm die Uniform ab und kleidet mit dieser eine besonders
hübsche, rothaarige Komplizin ein. Diese kommt nun also vor
die Tür der Bank und klingelt. Der Wachmann macht auf, um
seine Pizza in Empfang zu nehmen. (Das ist erlaubt, das darf er machen,
er verstosst noch nicht gegen Sicherheitsbestimmungen, aber er darf
niemanden in die Bank hineinlassen. Was er auch nicht vor hat, da er
ein gewissenhafter Wachmann ist.) Das Ziel unserer Komplizin ist aber
nicht nur, vor der Tür zu stehen, sondern in die Bank
hinzukommen. Sie überreicht ihm also die Pizza und fragt den
Wachmann, ob es in der Nähe nicht eine Toilette hat, sie
müsse ganz dringend zum Ort für kleine
Mädchen und sie habe eine schwache Blase. Der Wachmann
verneint zuerst, aber da ihn die unschuldige Frau so lieb anschaut und
es weit und breit keine Toilette hat... (Okay, die Frau lässt
natürlich ihren Charme spielen und rückt weibliche
Attribute in den Vordergrund.) «Also gut», denkt
sich der Wachmann, «ausnahmsweise... es ist ja nur ein
Pizzakurier und ich kann sie ja begleiten», also
öffnet er ihr die Tür... Die Bande hat nun jemanden
«hinter der feindlichen Linie». Diese Person kann
nun den Wachmann überwältigen und ihm die
Schlüssel abnehmen, das bedeutet sie kommt nun
überall hin. Zudem ist sie mit einem Funkgerät
ausgestattet und kann nun wertvolle Informationen nach draussen zur
Gangsterbande senden und empfangen, ausserdem kann sie von Innen in
einem günstigen Augenblick die Türen für die
anderen Gangster öffnen. Ebenso ist es dieser Person
möglich, das andere Wachpersonal unauffällig
auszuschalten.
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Trojaner
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